Mit etwas Selbstkritik wäre die Rede von Vance noch glaubwürdiger gewesen: wenn er zumindest eingeräumt hätte, dass die meisten Entwicklungen des woken Totalitarismus in den USA ihren Ausgang hatten – vor allem an den Elite-Universitäten, in den Zeitungen „New York Times“ und „Washington Post“ sowie in Hollywood.

Die Rede des jungen US-Vizepräsidenten James David Vance (40) vor der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) schlägt nach wie vor Wogen in der politmedialen Szene. Es stimmt: Vance hat den Deutschen, eigentlich allen Europäern die Leviten gelesen. Durchaus etwas belehrend von oben herab. In Deutschland freilich wollte man vor allem folgenden Satz aus der Vance-Rede überhaupt nicht hören:
„Aber was die deutsche, was keine Demokratie, ob die amerikanische oder europäische Demokratie überleben wird, ist, Millionen von Wählern zu sagen, dass ihre Gedanken und Sorgen, ihre Hoffnungen, ihre Bitten um Entlastung ungültig oder nicht einmal der Rede wert sind.“
Die AfD hat Vance nicht namentlich genannt, aber nach den jüngsten Äußerungen von hochrangigen US-Regierungsvertretern zugunsten der AfD merken auch die retardiert Tickenden, dass Vance die AfD mit ihren am 23. Februar voraussichtlich 20 Prozent, also rund 10 Millionen Wählerstimmen gemeint hatte.
Gänzlich überhören wollte man im Land der öffentlich-rechtlich betreuten Meinungsbildung, was Vance über das hohe Gut der Meinungsfreiheit und damit noch einmal über die AfD – ohne sie zu nennen – gesagt hat:
„Ich glaube fest daran, dass es unsere Bürger stärken wird, wenn wir ihnen erlauben, ihre Meinung frei zu äußern – was uns natürlich zurück nach München führt. Dort haben die Organisatoren dieser Konferenz Volksvertreter populistischer Parteien – sowohl von links als auch von rechts – aus diesen Gesprächen verbannt. Wiederum: Wir müssen nicht mit allem einverstanden sein, was jemand sagt, aber wenn politische Führer eine wichtige Wählerschaft repräsentieren, ist es unsere Pflicht, zumindest den Dialog mit ihnen zu suchen.“
Und wie reagiert die polit-medial vereinte Volksfront von Scholz und Pistorius über Habeck und Baerbock bis hin zu Merz? Man verbittet sich Einmischungen. Dabei war Vance noch so diplomatisch, folgende Beobachtungen, über die er vermutlich verfügt, nicht zu nennen:
- Anfang 2020 das Eingreifen der damaligen CDU-Kanzlerin Merkel in die völlig reguläre Wahl eines Ministerpräsidenten in Thüringen;
- die Abermillionen, die die Regierung für den Kampf gegen Rechts ausgibt;
- die eklatante politische Einseitigkeit der zwangsgebührenfinanzierten „Öffentlich-Rechtlichen“;
- die Erfindung des Phänomens einer „verfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates“;
- die Verschleierung der ethnischen Herkunft von Gewalttätern;
- die 1.500 Strafanzeigen der „grünen“ Bundesminister Habeck und Baerbock gegen kritische Bürger, die in der Folge Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen und Geldstrafen über sich ergehen lassen mussten …
TE hat über mehrere der soeben genannten Fälle berichtet. Der in der Folge der Vance-Rede soeben bekannt gewordene Fall betrifft den Rechtsanwalt Markus Roscher: Er wurde vom Amtsgericht Kassel (AZ 284Cs1692Js 38180/22) zu 3.000 Euro Geldstrafe (60 Tagessätze je 50 Euro) verurteilt, weil er Habeck, Scholz und Baerbock für das Heizungsgesetz als „boshafte, arrogante Versager“ tituliert hatte. Die Verurteilung basierte auf § 188 StGB, dem modernen Majestätsbeleidigungsparagrafen.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die genannten Politiker durch Roschers Äußerung in ihrem öffentlichen Wirken „erheblich beeinträchtigt“ worden seien. Für diese Verurteilung soll Roscher jetzt (wegen „Unzuverlässigkeit“) der Waffenschein entzogen werden. Die Rechtsanwaltskammer prüfte deshalb sogar seine Zulassung. Im Wiederholungsfall könnte ein Berufsverbot drohen.
Baerbock nannte dergleichen mit Blick auf Vance soeben „wehrhafte Demokratie“. Klar, das wissen wir seit Orwells Big Brother: „Freiheit ist Sklaverei. Krieg ist Frieden. Unwissenheit ist Stärke.“ Beziehungsweise seit Ludwig XIV: „L’État, c’est moi.“
Apropos Einmischungen: Vor allem Scholz, Habeck, Baerbock und Co., vorne dran der mediale Mainstream, meinten zur US-Wahl vom 5. November 2024, diese Wahl würde in den deutschen Parteizentralen und Medienhäusern entschieden. Baerbock hatte Kamala Harris bereits auf einen feministischen Heiligensockel gestellt. Nicht zu vergessen: Kurz vor Trumps erster Wahl zum US-Präsidenten 2016 hatte der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, damals Außenminister und Merkels Vizekanzler, Trump als „Hassprediger“ beschimpft. Links-grün-rote Doppelmoral eben!
Klar, was Vance getan hat, ist Einmischung. Das kann man ihm vorhalten oder auch nicht. Um einiges glaubhafter wäre Vance freilich gewesen, wenn er zumindest eingeräumt hätte, dass die meisten der destruktiven Entwicklungen des woken Totalitarismus in den USA ihren Ausgang hatten – vor allem an den dortigen „Elite“-Universitäten, in den linken Zeitungen „New York Times“ und „Washington Post“ sowie in Hollywood: die Bewegungen der 68er, die Denk- und Sprechverbote der „political correctness“, der Genderismus, die Unkultur der „cancel culture“, die Verteufelung der Männlichkeit als „toxic masculinity“, der „White-lives-don‘t-matter“-Hass usw.
Recht hat Vance freilich, wenn er sagt, die größten Bedrohungen des Westens kämen nicht von außen, sondern von innen. Für diese Diagnose hat Vance große Köpfe als Ideengeber. Samuel Huntington hatte von einer „inneren Fäulnis des Westens“ gesprochen, Papst Benedikt XVI. davon, dass Europa im Zuge der „Diktatur des Relativismus“ … „von innen her leer geworden“ sei. Dekadenz könnte man es auch nennen.
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Die USA können ohne die EU,
die Russen können ohne die EU
und die Mitgliedstaaten der EU können ebenfalls ohne die EU.
Was Ursula von der Leyen und ihre Kommissar:_*Innen ohne die EU könnten, weiß man nicht.
Bei aller Zustimmung zur Vance-Rede, man sollte dabei die Äußerungen von Hegseth nicht vergessen: „Die EU wäre gut beraten, keinen Cent für den ukrainischen Wiederaufbau zu berappen, so lange nicht klar ist, daß die USA genau den Löwenanteil finanzieren, den sie auch für die Kriegsführung gelöhnt hatten. Den Quatsch, es sei darum gegangen, Europa zu verteidigen und daß die USA das ganze Geld quasi zu unserer Verteidigung ausgegeben hätten, kann er stecken lassen, der frischgebackene Kriegsminister aus den USA. Die US-amerikanische Geschichte gibt auch her, daß sie schon gar keinen Verteidigungsminister haben oder je hatten. Sie brauchten ja auch nie… Mehr
J.D. Vance:
„Ich glaube fest daran, dass es unsere Bürger stärken wird, wenn wir ihnen
erlauben, ihre Meinung frei zu äußern…“
…erlauben…?
Niemandem aufgefallen?
Der Widerspruch dieses „Erlauben“ zum
1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten?
Der 1. Zusatzartikel zur Verfassung der USA garantiert die Redefreiheit, Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und das Petitionsrecht.
Er adressierte es an die EUdSSR-Popanze(:innen), die glauben, es beliebig erlauben zu können – oder nicht.
Noch übler ist es im führenden Land „unserer Demokratie“, wo für Kritik am Klavierspieler im privaten (aber abgehörten) Telefonat beide Gesprächspartner je 8 Jahre kriegen. Wenn Vance die Meinungsfreiheit ernst meint, muss er zusehen, dass diese Woke Dysotopie auf Steroiden dem Bären zum Frass vorgeworfen wird.
Das kann ein Übersetzungsholperer sein:
„Now the good news is that I happen to think your democracies are substantially less brittle than many people apparently fear, and I really do believe that allowing our citizens to speak their mind will make them stronger still, which of course brings us back to Munich.“
Wenn man hier liest, dann eher doch nicht: https://dev.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/wie-deutschland-seine-zensur-normalisiert-und-die-welt-schockiert/
Vance hat das schon genau so gemeint – denn sie haben uns die freie Meinung bereits genommen – und werden freiwillig auch nicht bereit sein, sie uns wieder zu „erlauben“.
Wir werden sie uns erkämpfen müssen.
Wer hat gesagt, Freiheit wäre so einfach zu haben? Spätestens jetzt muss doch der Großteil der deutschen Bevölkerung endlich kapieren, dass die Freiheit kein Selbstläufer ist und dafür gekämpft werden muss. Meistens mit harten Bandagen. Das Altparteienkartell mit seinen, mit deutschem Steuergeld mißbrauchten, milliardengestützten NGO´s, hat fertig. Deren Politik ist bereits allumfassend gescheitert ist. Die Verwesung kann jeder riechen, der noch eine Nase besitzt. An diesem Wochenende in unserer kleinen Stadt: Herangekarrte Demonstranten von Atac, und Grün, Friday´s for Future – nur mit mittelalten und wirklich alten Vertretern, wahrscheinlich der klägliche Rest der Altachtundsechziger. Lächerliche, nicht einmal 50 Leutchen, wahrscheinlich… Mehr
Zitat: „Dabei war Vance noch so diplomatisch, folgende Beobachtungen, über die er vermutlich verfügt, nicht zu nennen: – Anfang 2020 das Eingreifen der damaligen CDU-Kanzlerin Merkel in die völlig reguläre Wahl eines Ministerpräsidenten in Thüringen“ > Abgesehen davon, dass auch ich an den Fall „Merkel und Thüringen“ gedacht und mich gefragt hatte, ob JD Vance wohl auch davon weiß, so viel mir dann aber auch noch der Fall in NRW(?) ein, wo ein Mann während dwr Corona-Zeit auf einen öffentlichen Platz stand und ein Teil vom GG laut gelesen hatte und dann desqegen von mehreren Polizisten angegangen wurde. Mir ist… Mehr
Klar, was Vance getan hat, ist Einmischung. Das kann man ihm vorhalten oder auch nicht. Um einiges glaubhafter wäre Vance freilich gewesen, wenn er zumindest eingeräumt hätte, dass die meisten der destruktiven Entwicklungen des woken Totalitarismus in den USA ihren Ausgang hatten – vor allem an den dortigen „Elite“-Universitäten, in den linken Zeitungen „New York Times“ und „Washington Post“ sowie in Hollywood: die Bewegungen der 68er, die Denk- und Sprechverbote der „political correctness“, der Genderismus, die Unkultur der „cancel culture“, die Verteufelung der Männlichkeit als „toxic masculinity“, der „White-lives-don‘t-matter“-Hass usw.
US-Vizepräsident J. D. Vance hat den deutschen selbsternannten Demokraten der Mitte unmissverständlich bescheinigt, dass sie keine Demokraten, sondern Antidemokraten sind die unsere Meinungsfreiheit mit den Füßen treten. Das sagt aber nicht nur Herr Vance, sondern Millionen von Deutschen. Also, holen wir uns unsere Demokratie zurück und wählen keine Kartellparteien.
Den Selbstkritikschuh hätte sich Biden anziehen müssen, auf keinen Fall Vance.
Sie haben zwar unbestrittene Fakten genannt, aber die Äußerung der Wahrheit kann in Diktaturen sehr übel genommen werden… , Sie schreiben es ja auch. Überlege deshalb selber noch, wie ich unserer glorreichen und allwissenden Regierung ein vergiftetes Lob per Mail zukommen lasse, ohne juristisch angreifbar zu werden. Bei der NVA hatten „wir“ einem Offizier eine als Strafarbeit für den Genossen S. vergebene Stellungnahme im „kollektiven Team“ erarbeitet, welche diese heiklen Anforderungen hervorragend erfüllte. Der „Beschenkte“ merkte das auch, aber , siehe oben…. Bei risikofreudigen und mit einem Mindestmaß an Berufsehre versehenen politischen Kabarettisten wäre dies gleichfalls ein dankbares Thema, für… Mehr
> Recht hat Vance freilich, wenn er sagt, die größten Bedrohungen des Westens kämen nicht von außen, sondern von innen.
Hat er mitgekriegt, dass im führenden Land „unserer Demokratie“ dortige Führende Person verkündete, dass entgegen der US-Ratschläge keine Wahlen stattfinden werden, da dortige Untertanen keine wünschen sollten? Wird es berücksichtigt, wenn diese Führende Person Trump allerlei Bodenschätze für weitere Hilfe verspricht? Vielleicht handeln die USA mal aus Prinzip?
Heute in einem Podcast gehört – in diesem Land telefonierten zwei Insassen und haben ein wenig die Führende Person kritisiert – im privaten Telefonat. Beide haben je 8 Jahre gekriegt.