Im Jahr 2024 hat die Zahl der Sexualverbrechen in Berlin einen neuen Höchststand erreicht, so berichtet die Berliner Zeitung. 7475 Straftaten habe die Polizei registriert, dies entspreche mehr als 20 Übergriffen, davon zwei Vergewaltigungen, am Tag. Gegenüber dem Jahr 2018 bedeutet dies eine Steigerung um 79 Prozent.
Allerdings liege der Anteil ausländischer Tatverdächtiger bei einigen Straftaten deutlich höher: Bei sexuellen Übergriffen an widerstandsunfähigen Personen und bei sexueller Belästigung machen sie 50 Prozent, bei sexueller Nötigung im besonders schweren Fall gar 75 Prozent der Tatverdächtigen aus.
Die Berliner Zeitung bezieht sich auf das noch unveröffentlichte Ergebnis einer „Kleinen Anfrage“ des fraktionslosen Abgeordneten Antonin Brousek. Dieser sagte laut BZ, dass „ein großer Teil der Taten womöglich vermeidbar gewesen [wäre], wenn sich in Berlin nur diejenigen aufhielten, die dazu berechtigt sind“.
Sie werfen zudem ein fragwürdiges Licht auf den Versuch seitens der Politik und der Medien, diesen Eindruck zu banalisieren: So hatte sich hörbar Unmut geregt, als Friedrich Merz am 31. Januar während der Debatte über das Zustrombegrenzungsgesetz von „täglich stattfindenden Gruppenvergewaltigungen“ gesprochen hatte – trotz Unschärfen im Rahmen der juristischen Bewertung kann man diese Aussage als zutreffend betrachten und käme laut Frankfurter Rundschau auf Grundlage der Zahlen, die die Bundesregierung diesbezüglich herausgegeben hat, auf ca. zwei Gruppenvergewaltigungen am Tag.
Darauf bezogen hatte Louis Klamroth, Moderator des Talk-Formats „Hart aber fair“ Schlagzeilen gemacht, als er darauf hinwies, dass diese Zahlen keine Rückschlüsse auf die Herkunft der Täter zuließen – zwar seien 50 Prozent der Täter nichtdeutsch, man wisse jedoch nicht, „woher die kommen … Das können Flüchtlinge sein. Das kann aber auch ein australischer Austauschstudent sein.“
Diese Aussage war weithin als „irritierend“ (Welt) wahrgenommen worden und wurde in den sozialen Medien entsprechend hämisch kommentiert.